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Tutorials von trainXL

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Freigaben für alle! Geht aufs Haus...

Im Rahmen einer populären Konferenz zum Thema Sicherheit und Datenschutz habe ich heute in einem bekannten Berliner Café gearbeitet, das sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass der Zugang zum drahtlosen Internet frei ist. Das zieht viele Menschen an, die sich dann sorglos am Netzwerk beteiligen, manche mit Beiträgen, von denen sie selber nichts mitbekommen.

Ein Mac sensibilisiert einen viel mehr für die Freigebigkeit anderer Menschen als ein Windows-Rechner. Im Finder bekommt man die Freigaben anderer Rechner im selben Netzwerk nach kurzer Zeit quasi aufgedrängt, im Windows-Explorer muss man i.d.R. erst aktiv nachschauen, was es sonst noch so gibt.

Nachdem ich also den Rechner im Café eingeschaltet und vernetzt hatte, sah ich nach einer Minute die Vor- und Nachnamen fünf anderer Menschen, die um mich herum saßen, ohne dass ich die Namen den Gesichtern zuordnen konnte. Ich dachte mir, was alle denken, hey, ein Angebot für mich, mal sehen, was es da so gibt. Warum sollte ich mich da auch zurückhalten, deren Namen wurden ja auf meinem Rechner angezeigt?! Was auf meinem Rechner zu sehen ist, ist ja wohl auch meins, oder was, oder wie ist das mit den Grenzen des Raums in der Virtualität der Digitalität?

Nun hat es die alte Version des Mac OS X, der Tiger, an sich gehabt, eine Briefkasten mit der Welt zu teilen, was der neue Leopard nicht mehr tut. Ich konnte also in den Briefkästen anderer Macuser nachsehen, dass da nichts drin ist, wusste aber zumindest deren kompletten Vor- und Zunamen. Anderes bei einem Mädchen, nennen wir es Sieglinde oder Petra oder Maria oder Bärbel, ihre Dateien waren mir komplett zugänglich. Und zwar alle, da sie offensichtlich auf Ihrem Windows-Rechner ihren rdner Eigene Dateien freigegeben hatte. Da auch sie mit ihrem Namen in meinem Finder zu finden war, ging ich an den nächsten Tisch, an dem ein Mädchen saß, das aussah wie Sieglinde, Petra, Maria oder Bärbel und fragte sie, ob sie so oder ähnlich heiße. Sie wurde rot und noch röter, als ich ihr offenbarte, dass ich ihre kompletten Dateien mitlesen konnte, was ich nicht getan hatte. Aber sonst merken die Leute ja nichts, wenn man nicht mit solchen Kalibern kommt.

Sie fragte mich sofort, wie sie das umgehend abstellen kann und ich zeigte es ihr. Dann ging ich zu meinem Platz zurück und bedeutete ihr, dass ich nun nicht mehr auf ihre Daten zugreifen konnte. Sie schien mir zu glauben und entschied sich offensichtlich, nicht paranoid zu werden.

Also, liebe User von Mac und Windows, bitte mal folgendes kontrollieren:

Windows

Welche Ordner sind freigegeben? Im Beispiel des Mädels war unter Eigene Dateien -> Eigenschaften -> Freigaben ein Haken bei Ordner freigeben, was natürlich fatal ist.

Mac

Unter Systemeinstellungen -> Sharing - Filesharing, wer darf hier mit welchen Rechten auf welche Ordner zugreifen? Am besten Filesharing deaktivieren, wenn Ihr nicht wisst, was Ihr da machen müsst.